Mitgliederversammlung 2019

Jubilarehrung, Resolution und Antrag für den Gewerkschaftstag 2019

GEW-Coesfeld
Wir gratulieren zu 40 Jahren Gewerkschaftsmitgliedschaft!
GEW-Coesfeld
Dr. Dörthe Schilken referiert zum Thema "Umgang mit Schülerinnen und Schülern aus anderen Kulturkreisen"

Die GEW im Kreis Coesfeld hatte sich im  September des vergangenen Jahres auf einer Veranstaltung kritisch mit der Ansiedlung der ZAB in Coesfeld beschäftigt. Daher stellte Simone Flissikowski, Vorsitzende der GEW im Kreis, den Mitgliedern eine Antrag für den Gewerkschaftstag in diesem Jahr vor, in dem die Forderung erhoben wird, die Beschulung von Flüchtlingskinder verpflichtend zu machen. Gegenwärtig gehen Kinder, die in den Zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes verweilen, nicht zur Schule. Dies will die GEW ändern. In dem Antrag heißt es: „Die im § 34 Absatz 6 des Schulgesetzes NRW enthaltene Einschränkung der Schulpflicht muss aufgehoben werden. Die Schulpflicht muss entsprechend der Formulierung im Absatz 1 „Schulpflichtig ist, wer in Nordrhein-Westfalen seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt oder seine Ausbildungs- oder Arbeitsstätte hat.“ für alle Kinder in Nordrhein-Westfalen Gültigkeit haben und umgesetzt werden.“ Mit dieser Regelung will die GEW die Integration von Geflüchteten weiter stärken.

Auch mit dem wenig nachvollziehbaren Entschluss der Stadt Dülmen, dem DGB die Durchführung des Arbeitnehmerempfangs in der Alten Sparkasse zu verweigern, beschäftigte sich die Mitgliederversammlung. Sie verabschiedete deshalb eine Resolution, die der Bürgermeisterin Frau Stremlau zugegangen ist:

"Die Stadt Dülmen verweigert dem Deutschen Gewerkschaftsbund, die Räume der „Alten Sparkasse“ für den traditionellen  Empfang zum 1. Mai zu nutzen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Coesfeld, protestiert energisch gegen die Behinderung der  Maiveranstaltung  in städtischen Gebäuden durch die Verwaltung der Stadt Dülmen.
Das von der Verwaltung der Stadt Dülmen ausgesprochene Verbot darf nicht aufrechterhalten werden.
Die Begründung der Stadt, städtische Räume dürften kurz vor Wahlen nicht von politischen Parteien oder Wählergruppen genutzt werden, kann für den DGB nicht gelten. Der DGB ist eine parteipolitisch neutrale Organisation, die nicht zu Wahlen kandidiert. Der DGB vertritt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, damit ist er ein wichtiger Teil unseres politischen Lebens, in Dülmen und ganz Deutschland.
Gerade aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die Beschäftigung mit der weiteren Entwicklung Europas hin zu einer sozialen Gemeinschaft nach der Wahl zum Europäischen Parlament von entscheidender Bedeutung. Deshalb ist es geradezu notwendig, auf den Veranstaltungen zum 1. Mai 2019 auf die Europawahl hinzuweisen und so die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Dies hat mit Wahlkampf für eine politische Partei nichts zu tun.
Die Stadt Dülmen ist aufgefordert, den  offensichtlich fehlerhaften Beschluss rückgängig zu machen und dem DGB die Räume in der „Alten Sparkasse“ zur Verfügung zu stellen."

Über die Integration von Geflüchteten in den Schulalltag referierte Dr. Dörthe Schilken (Dülmen). Sie erläuterte an konkreten Beispielen die Unterschiede zwischen den Kulturen Deutschlands und anderer Länder. So unterscheiden sich die Erziehungsstile von Geflüchteten vor allem aus dem arabischen Raum und der hiesigen Gesellschaft  in vielen Punkten. Kinder hätten das Problem, ständig zwischen diesen beiden Welten zu wandern und damit orientierungslos zu werden, erklärte die Referentin. Die Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen hätten darum die Aufgabe, diese Unterschiede zu beachten und entsprechend zu reagieren. Dr. Schilken stellt auch dar, wie die selben Werte, wie z.B. Respekt oder Ehrlichkeit, je nach Kultur unterschiedlich zum Ausdruck gebracht werden. Die Aufgabe der Schulen sei es deshalb auch, die neu Angekommenen in das deutsche Wertesystem zu integrieren, indem den Kindern das Zusammenspiel von Werten und Verhaltensweisen verdeutlicht werde, so Dörthe Schilken.

   
 
 
 
 
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