28.03.2019

Resolution der GEW Coesfeld zum Beschluss der Stadt Dülmen: Kein Arbeitnehmerempfang des DGB in städtischen Gebäuden!?

"Die Stadt Dülmen verweigert dem Deutschen Gewerkschaftsbund, die Räume der „Alten Sparkasse“ für den traditionellen  Empfang zum 1. Mai zu nutzen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Coesfeld, protestiert energisch gegen die Behinderung der  Maiveranstaltung  in städtischen Gebäuden durch die Verwaltung der Stadt Dülmen.
Das von der Verwaltung der Stadt Dülmen ausgesprochene Verbot darf nicht aufrechterhalten werden.
Die Begründung der Stadt, städtische Räume dürften kurz vor Wahlen nicht von politischen Parteien oder Wählergruppen genutzt werden, kann für den DGB nicht gelten. Der DGB ist eine parteipolitisch neutrale Organisation, die nicht zu Wahlen kandidiert. Der DGB vertritt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, damit ist er ein wichtiger Teil unseres politischen Lebens, in Dülmen und ganz Deutschland.
Gerade aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die Beschäftigung mit der weiteren Entwicklung Europas hin zu einer sozialen Gemeinschaft nach der Wahl zum Europäischen Parlament von entscheidender Bedeutung. Deshalb ist es geradezu notwendig, auf den Veranstaltungen zum 1. Mai 2019 auf die Europawahl hinzuweisen und so die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Dies hat mit Wahlkampf für eine politische Partei nichts zu tun.
Die Stadt Dülmen ist aufgefordert, den  offensichtlich fehlerhaften Beschluss rückgängig zu machen und dem DGB die Räume in der „Alten Sparkasse“ zur Verfügung zu stellen."

25.09.2018

Großes Interesse an GEW-Veranstaltung zur ZAB am 25.09.18

Neuigkeiten aus dem Kreis Coesfeld

Rund 90 Interessierte waren am 25.9. auf Einladung der GEW Coesfeld gekommen, um sich über die Folgen der Zentralen Ausländerbehörde und des gesamten Asylstufenplans zu informieren und mit Kommunalpolitikern zu diskutieren. 

Dabei zeigte sich insbesondere durch das Referat von Dietrich Eckeberg (Fachverband Migration und Flucht Diakonie LWL), dass die Intention der aktuellen Asylpolitik praktisch verfehlt wird. Statt einer beschleunigten Bearbeitung der Anträge und der schnellen Abschiebung abgelehnter Asylbewerber werden Geflüchtete systematisch isoliert und in ihren Rechten eingeschränkt.  

Erschreckend waren für die Anwesenden vor allem die hohe Zahl der Kinder, die aktuell in Landesunterkünften wie z.B in Ibbenbüren und Schöppingen untergebracht sind. Über Monate wird hier Kindern eine Beschulung vorenthalten. Hier bleibt die GEW dran. Bildung ist ein Menschenrecht! 

30.11.17

Neuigkeiten aus dem Kreis Coesfeld

24.11.17

Neuigkeiten aus dem Kreis Coesfeld

Am 23. November 2017 fand in der Stubengasse in Münster eine Kundgebung der GEW statt, an der sich ca. 120 Lehrer*innen - viele davon aus dem Kreis Coesfeld - beteiligten.
Nachdem Lehrkräfte der Grundschule und der Sekundarstufe I bereits am Dienstag vor dem Landtag in Düsseldorf lautstark auf die Ungleichheit der Besoldung von Lehrkräften aufmerksam gemacht haben, versammelten sich gestern erneut ca. 120 Lehrer*innen in der Stubengasse in Münster. Unter dem Motto "Es geht uns auf den Keks" verteilten die Anwesenden JA-13-Kekse und Handzettel an die Passant*innen, um auf ihre Forderung "Gleiche Besoldung für alle Lehrkräfte! A13z/EG13 für alle - weil wir es verdienen!" aufmerksam zu machen. Rixa Borns (Landesfachgruppe Grundschule GEW) sowie die Personalratsvorsitzenden verschiedener Schulformen hielten Redebeiträge, in denen sie auf die Ungerechtigkeit der ungleichen Besoldung und deren Verfassungswidrigkeit verwiesen.
Nachdem sich die Teilnehmer*innen symbolisch zur JA-13 aufgestellt hatten, wurden der Regierungspräsidentin in Münster zwei Geschenkkörbe, gefüllt mit GEW-Thermobecher und JA13-Keksen sowie Forderungsschreiben, überreicht. Einen Korb für sie selbst, den anderen für die neue Schulministerin Frau Gebauer - verbunden mit dem Appell, die ungleiche Besoldung zwischen den Lehrkräften der verschiedenen Schulformen schnellstmöglich aufzuheben und dabei auch die "Alt-Lehrämter" nicht zu vergessen!

26.11.2017

Neuigkeiten aus dem Kreis Coesfeld
v.l.: Rudolf Pothast, Simone Flissikowski, Cordula Bahn

Gewerkschaftstag in Duisburg: Bildung gegen Spaltung

Rudolf Potthast, Cordula Bahn und Simone Flissikowski nahmen als Delegierte der GEW Coesfeld am diesjährigen Gewerkschaftstag zum Thema "Bildung gegen Spaltung" teil.
Die GEW NRW fordert, den fatalen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg endlich wirksam zu durchbrechen. Landesregierung und Landtag müssen Maßnahmen gegen die Bildungsbenachteiligung ergreifen und insbesondere Kitas und Schulen in sozial schwierigen Ausgangslagen mit zusätzlichen Ressourcen ausstatten. Die Bekämpfung des Lehrkräftemangels steht für die nordrhein-westfälische Bildungsgewerkschaft ganz oben auf der Agenda.
„Wir treten ein für ‚Bildung gegen Spaltung‘ und für gleiche Bildungschancen in NRW. Der skandalös enge Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg muss endlich aufgelöst werden. Dazu brauchen wir mehr Geld und Personal“, erklärte Landesvorsitzende Dorothea Schäfer. Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, hielt nach Dorothea Schäfers Eröffnungsrede ein Grußwort. Im Anschluss referierte Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Professor für Politische Soziologie an der Fachhochschule Münster, zum Thema „Bildung gegen Spaltung“ und präsentierte aktuelle - teilweise sehr überraschende und spannende - Forschungsergebnisse.
Die GEW NRW setzt auf die Einführung eines schulbezogenen Sozialindexes für die Identifizierung und bessere Ressourcenausstattung von Schulen mit schwierigen sozialen Ausgangslagen und auf gebundene Ganztagsschulen mit auskömmlicher Finanzierung und besserer Personaldecke. „Wir fordern eine Reduzierung der Klassen- und Lerngruppengrößen. Auch die Unterrichtsverpflichtung muss gesenkt werden, um Belastungen zu verringern. Der Aufwand für Konferenzen, Elternarbeit und Teambesprechungen ist für die Lehrkräfte enorm. Es muss auch zusätzliches Personal für die Begleitung und Betreuung von Kindern und Familien geben“, listete die Vorsitzende der GEW NRW auf. „Zur Bekämpfung des Lehrkräftemangels haben wir ein umfassendes Maßnahmenpaket ausgearbeitet. Gerade in Schulen mit schwierigen Ausgangslagen kommt es auf eine bessere Unterstützung an. Das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit“, unterstrich Dorothea Schäfer und verwies auf erforderliche qualitative Verbesserungen im Bereich der Inklusion und Integration. Verbesserungen im Sinne von Guter Arbeit und eine bessere Bezahlung fordert die GEW NRW auch für Lehrkräfte in der Weiterbildung und für sozialpädagogische Fachkräfte. An den Hochschulen muss es mehr Dauerstellen für Daueraufgaben geben und die Vereinbarung über gute Beschäftigungsbedingungen muss beibehalten und weiterentwickelt werden.
Die GEW NRW beschäftigte sich auf ihrem Gewerkschaftstag auch mit Organisationsfragen und dem Generationenwechsel. Dorothea Schäfer sagte: „Wir wollen die GEW NRW weiter stärken. Dazu brauchen wir wirksame organisationspolitische Maßnahmen zur Unterstützung des Ehrenamtes in der Gewerkschaft und zur Fortsetzung des Generationenwechsels. Junge Mitglieder wollen mitmachen, mitreden und mitentscheiden. Dazu müssen wir ihnen mehr und attraktivere Gelegenheiten bieten.“

November 2017